Wälderschätze - einmalige Seltenheiten aus dem Schwarzwald

10.07.2018

Krai­ner Stein­scha­fe

 

Hier freut sich Dor­le über die lan­gen Gras­hal­me auf einer fri­schen Wei­de. Dor­le wur­de im März 2018 gebo­ren und ist eines unse­rer Krai­ner Stein­scha­fe. Im Moment sind es 8 Scha­fe. Ihre Zahl soll sich in den nächs­ten Jah­ren stei­gern. Wir möch­ten die­se wenig bekann­te Schafras­se im Herd­buch züch­ten und so dazu bei­tra­gen, die­se wun­der­vol­len Tie­ren zu erhal­ten.

 

Das Krai­ner Stein­schaf, auch Milch­schaf der Alpen genannt, stammt wie alle Stein­scha­fe vom Schwei­zer "Torf­schaf" ab und ist somit die ältes­te Schafras­se der Alpen. Sie sind seit min­des­tens 6000 Jah­ren in den Alpen zuhau­se. Viel­leicht waren sie ja "Ötzis" Haus­tie­re. Heu­te wer­den die Stein­scha­fe in vier regio­na­le Ras­sen ein­ge­teilt: Krai­ner, Alpi­ne, Tiro­ler und Mon­ta­fo­ner. Alle Stein­scha­fe sind als bedroh­te Nutz­tier­ras­sen ein­ge­stuft.

 

Das eher klei­ne, fein­glied­ri­ge Krai­ner Stein­schaf gibt es behornt und horn­los. Es kom­men alle Woll­far­ben und Farb­zeich­nun­gen vor. Durch die jahr­tau­sen­de­lan­ge Lebens­span­ne, die die­se Ras­se in der kar­gen Welt der Alpen gelebt hat, ist es äußerst genüg­sam, robust und wenig anfäl­lig für Krank­hei­ten. Da die Krai­ner immer schon auch gemol­ken wur­den, sind sie grund­sätz­lich zutrau­lich und sehr men­schen­be­zo­gen.

 

Momen­tan haben wir zwei Scha­fe und 6 Auen­läm­mer. Davon sind 6 Stück schwarz mit Abzei­chen oder brau­nem Schim­mer, eines, die Mor­gen­stern unser Leit­schaf, gefleckt und die wei­ße Bian­ca.